Notodden kommune: Sehenswertes - Kirchen
 

  • Gransherad kyrkje   *      in Gransherad

    Anfahrt: Rv 37 / Rv 361 ( Abstecher 1,3 km )

    Baujahr

    1849

    Form

    Langkirche

    Baustoff

    Holz

    Prosti

    Aust-Telemark

    Architekt

    H. A. Olsen

    Sitzplätze

    250

    Sonstige Infos

    Früher stand in Gansherad auch eine Stabkirche. Sehenswert in der neuen Kirche ist die Christian Ills bibel aus dem Jahre 1550. Die Kirche wurde im Jahre 1939 restauriert. Für Besichtigungen wende man sich an den Küster.

    Die Kirche liegt am Hågåskeiet, etwas südlich der Brückenauffahrt des Rv 37 über den Fluss Tinne, den Abfluss des langgestreckten Sees Tinnsjø.

  • Heddal stavkirke   ***      in Heddal

    Anfahrt: E 134 / Rv 360 ( Abstecher 8 km )

    Baujahr

    1147

    Form

    Stabkirche

    Baustoff

    Holz

    Prosti

    Aust-Telemark

    Architekt

    ?

    Sitzplätze

    250

    Die Stabkirche von Heddal
    Sonstige Infos

    Westlich von Notodden liegt direkt an der E 134 eine der bekanntesten Stabkirchen Norwegens. Mit einer Turmhöhe von 26 Metern und einer Länge von 20 Metern ist es die größte des Landes. Diese Kathedrale unter den Stabkirchen wurde im Jahre 1242 der Jungfrau Maria geweiht. Obwohl sie erstmals urkundlich im Jahre 1315 erwähnt wurde, datiert man die Bauzeit von 1147 bis 1242. Manche Forscher vermuten, dass der jetzige Chor das Schiff einer noch älteren Stabkirche ist - dies ist aber nur eine Theorie. Nach der Reformation im Jahre 1537 wurde die ehemals katholische Kirche evangelisch-lutherisch.

    Die imposante Holzkathedrale ist eine Langkirche, deren Schiff und Chor einen erhöhten Mittelraum aufweisen. Ein Turmaufbau krönt den apsidialen Abschluss des Chores. Wie bei vielen anderen Stabkirchen auch umgibt die Heddal-Kirche ein Svalgang, der unter anderem zur Ablage von Waffen diente. Dachreiter schmücken die Dächer des Schiffes und Chors.

    Die erste größere Restauration fand in den Jahren 1850 bis 1851 statt. Mit dieser Restauration wollte man die nachreformatorischen Änderungen wieder beseitigen. Dabei ging ein großer Teil der ursprünglichen Innenausstattung verloren. Doch bei der nächsten Restauration Mitte der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts bügelte man einige der damals gemachten Fehler wieder aus. Außer dem Altar, der etwa aus dem Jahre 1667 stammt, wurde die gesamte Einrichtung erneuert. Dazu zählt auch die Wandbemalung, die man mit Hilfe einiger erhaltener Dekorationen aus dem 17. Jahrhundert wieder rekonstruierte. Die Altartafel ist in drei Felder aufgeteilt: unten ist eine Darstellung des Abendmahls, mittig sieht man die Kreuzigung Christi und oben die Auferstehung des Herrn.

    Von der mittelalterlichen Kirche sind die Grundstöcke, die Eckstäbe sowie Teile der Wandbretter und Liegestäbe erhalten geblieben, die alle zur Hauptkonstruktion zählen. Weiterhin stammen noch tragende Teile des erhöhten Mittelraumes und der Dachkonstuktion aus dieser Kirche. Eine konstruktive Besonderheit des Chors ist, dass die Stäbe, die den erhöhten Mittelraum tragen, bis zum Boden reichen. Äußerliche ausschmückende Teile wie die Dachreiter und die Dekorationen von Dach und Svalgang wurden nach alten Quellen restauriert und renoviert.

    Nordost-Blick auf die Heddal stavkirke Auf drei Seiten hat man Zugang ins Innere der Kirche. Das Portal des Chores liegt auf der Südseite, während die beiden anderen auf der West- und Nordseite liegen. Die Ausformung der Portale besteht aus Halbsäulen, die die Türöffnung flankieren sowie aus dekorierten Seitenbrettern und Archivolten. Die geschnitzten Dekorationen zeigen Blattranken, Schlangen und Drachen. Ein Detail des Südportals zeigt eine teuflische Figur, die mit einem Löwen und einer Schlange kämpft. Umstritten ist, ob es sich bei dieser Kampfdarstellung um die vorchristliche Vorstellung vom Ende der Welt handelt. Einer der Pilaster dieses Portals wird von einer Phantasiefigur mit menschlichem Kopf gekrönt. Die Eisenbeschläge des Türblattes weisen eine mittelalterliche Ornamentik auf. Die Heddal stavkirke unterscheided sich durch diese Vielfalt der Motive - vor allem der Tierfiguren - von den anderen Stabkirchen.
    Der Boden im Inneren der Kirche ist mit Brettern ausgelegt. Im Svalgang ersetzte man den ehemaligen Holzboden duch Steinfliesen. Die jetzt verkleidete Dachkonstruktion war früher offen und konnte vom Kircheninneren aus gesehen werden.
    Von der mittelalterlichen Bemalung sind auch einige Reste erhalten geblieben. Aus dieser Zeit stammt auch ein Altarvorsatz, dessen Entstehungsjahr auf das 13. Jahrhundert geschätzt wird. Dieses Stück wird heute in der antiken Sammlung der Universität von Oslo aufbewahrt - ebenso ein mittelalterlicher, schmiedeeiserner Kronleuchter für 23 Kerzen. Im Chor steht ein geschnitzter Bischofs-Stuhl aus dem 14. Jahrhundert - einer der wenigen erhaltenen aus dieser Zeit. Die einzelnen Teile des Stuhls sind miteinander verzapft. Die dekorierte Rückenlehne zeigt einen Ritter, der von zwei Tierköpfen flankiert wird. Die Stuhlseite zeigt eine Kampfszene zwischen einem Löwen und Drachen. Dieses Motiv sieht man des öfteren an Portalen von Stabkirchen. Das Medaillon am früheren Bischofssitz zeigt ein Fabelwesen mit Greifenkopf und einen Löwenkörper mit Flügeln. In der mittelalterlichen Heraldik gilt der Greif als Symbol für die Aufmerksamkeit.
    Das jetzige Taufbecken ist eine Kopie des mittelalterlichen Taufbeckens der Stabkirche von Atrå in der Telemark. Ein hölzerner Deckel schmückt das Becken. Aus der katholischen Zeit ist ein Weihrauchgefäß erhalten geblieben.

    Durch ihre Lage an einer der Hauptverbindungsstraßen zwischen Ost- und Westnorwegen wurde die Heddal stavkirke schon früh ein gutbesuchtes Touristenziel.

    Sonntags finden in der Kirche normale Gottesdienste statt, die Führungen beginnen dann erst um 13:00 Uhr.
    Kontaktperson für Führungen ist Alf Rose Sørgaarden, Tel.: 0047- 35 02 04 00.
    An Samstagen werden oft Hochzeiten abgehalten. Dann ist die Kirche für Besucher geschlossen.

    In einer nahegelegenen Scheune ist seit ein paar Jahren auch eine Ausstellung zu sehen, die alte Photos, Plakate und andere Gegenstände aus der Historie der Kirche zeigen. In dieser Scheune gibt es auch einen Besinnungsraum, an dem sich Reisende zum Gebet zurückziehen können.

    Wer mehr dem leiblichen Wohl zugetan ist, kann im Café Olea warme und kalte Mahlzeiten sowie Getränke bekommen. Hier sind auch Bücher, Broschüren und Souvenirs erhältlich.

    Adresse: Heddalsvegen 412, Tel.: 0047- 35 02 04 00, Fax: 0047- 35 02 00 73, E-Mail: heddalstavkirke@tm.enitel.no

    Öffnungszeiten:

    20.05. - 19.06.

    20.06. - 20.08.

    21.08. - 10.09.

    täglich

    täglich

    täglich

    10:00 - 17:00 Uhr

    09:00 - 19:00 Uhr

    10:00 - 17:00 Uhr

    Eintritt: Erw. 30 NOK, Kinder bis 16 in Begleitung Erwachsener gratis,
    Gruppen ab 10 Personen 25 NOK/Pers., Schulklassen 10 NOK/Kind.
    Im Intrittsgeld ist auch der Besuch der Ausstellung in der Scheune enthalten.

    Photos der Stabkirche in unserer Photogalerie.

    Eine informative Seite ausschließlich über die Stabkirche von Heddal findest Du unter der
    URL www.heddal-stavkirke.no/

 

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