Grauammer
Miliaria calandra
Familie:
Ammern
sporadischer Zugvogel
Merkmale
Mit 18 cm Länge die größte heimische Ammer, plump in der Gestalt, unscheinbar in der Färbung. Fliegt gern mit herabhängenden Beinen.

Lebensraum
Magerrasen mit eingestreuten Büschen, meist in trockeneren und wärmeren Lagen als die Goldammer. In den Weizenanbaugebieten Südeuropas ist die Grauammer ein Massenvogel. Ihr Gesang, von einer Singwarte aus vorgetragen, erfüllt die Sommerluft des Südens. Er klingt wie "zi zi zi rideriderit" und wird wohl mehr als tausendmal am Tage vorgebracht. Die Strophe kann man mit dem Klirren eines Schlüsselbundes vergleichen.

Fortpflanzung
In den Brutgebieten nördlich der Alpen erscheint die Grauammer Mitte März, aber die Vögel versammeln sich noch bis in den Mai hinein zu Schlafgemeinschaften im Schilf oder Gebüsch. Dann lösen sich die Gruppen in Paare auf. Bis zu 100 Meter von den Singwarten des Männchens entfernt, immer aber unter seinen Augen, baut das Weibchen sein Halmenest unter einen überhängenden Grasbusch. Brutzeit für zwei Jahresbruten April bis Juli. 4 bis 5 Eier, die nur das Weibchen bebrütet. Etwa einmal je Stunde wird es von seinem Männchen zu einer Brutpause abgeholt und kehrt wenig später allein zu seinem Nest zurück.


Brutdauer 12 bis 13 Tage, Nestlingsdauer 9 bis 12 Tage. Die Eier der Ammern gehören zu den schönsten Vogeleiern. Wir wollen hier die Eier der Ammern einmal mit Worten von Alfred Brehm beschreiben, dem unerreichten Schilderer allen Tierlebens: "Die vier bis sechs in Größe, Forme und Farbe sehr variablen Eier haben eine glanzlose Schale und sind auf matt gräulichem, hell fleischfarbenem oder schmutzig gelblichem Grunde mit lederbraunen Flatschen und schwarzbraunen Wurmlinien und Kritzeln gezeichnet, und zwar am stumpfen Ende am dichtesten, manchmal ganz mit Dunkelbraun überzogen".

Nahrung
Sämereien und Insekten.

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