Gelbspötter
Hippolais icterina
Familie:
Fliegenschnäpperartige
regelmäßiger Zugvogel
Merkmale
Ähnelt in seiner gelben Unterseite einem Laubsänger, ist aber etwas größer - Länge 13,5 cm gegen 11 cm. Füße blau-grau. Fast nie auf dem Erdboden, im dichten Laubwerk nicht leicht zu sehen. Um so auffallender sein wohltönender, durch häufige Wiederholungen die Rohrsängerverwandtschaft anzeigender Gesang. In der Erregung ein auffälliges "dideroi". Beim Singen hüpft das Männchen rastlos von Zweig zu Zweig, meist in der Kronenregion von Laubbäumen, aus denen es manchmal zu einem kurzen Singflug aufsteigt. In der Brutzeit singt es fast den ganzen Tag, im Norden auch in den hellen Sommernächten.

Lebensraum
Der Gelbspötter siedelt bevorzugt in Gärten mit dichten Büschen und locker stehenden Bäumen, auch in weitläufigen Parklandschaften.

Fortpflanzung
Der Gelbspötter ist einer der besten Sänger unserer Vogelwelt. Sein Vortrag hat von den Rohrsängern die Langatmigkeit und das mehrfache Wiederholen aller Klangfiguren, von der Singdrossel die Lautstärke und von Vögeln seiner Umgebung, auch solchen seiner tropischen Winterherberge, Motive.
Das Nest ist nach Rohrsängerart sehr fein verfilzt und umschließt mehrere aufragende Zweige. Es steht durchwegs im dichtesten Busch der Umgebung, ist deshalb aber nicht unbedingt gut verborgen. Die meisten Nester liegen 2 bis 4 Meter hoch. Zwischen der Ankunft im Brutgebiet und der Eiablage können 25 Tage vergehen. Brutzeit von Ende Mai bis weit in den Juni, Brutdauer 13 Tage, Brutbeginn nach Ablage des letzten Eies. Meist brütet und hudert nur das Weibchen. Zu Beginn der Brutzeit schleicht es bei einer Störung still vom Nest, gegen Ende hin umhüpft es erregt den Eindringling, Nestlingsdauer 13 bis 14 Tage.

Nahrung
Insekten und deren Larven.

©2000-2010 by Otto and Mechtild Reuber
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