Bruchwasserläufer
Tringa glareola
Familie:
Schnepfenvögel
sporadischer Zugvogel
Merkmale
Länge 20 cm, im Brutkleid ist der Rücken auf graubraunem Grund weiß geperlt, die Unterseite weiß. Im Ruhekleid verblasste Perlflecken der Oberseite. Der Schwanz ist fein und dunkel gebändert. Nickt, um ein Objekt genauer zu betrachten, mit dem Kopf oder dem ganzen Vorderkörper.

Lebensraum
Brutvogel der Nadelwaldzone Eurasiens, vereinzelt auch weiter nördlich und südlich. In Mitteleuropa praktisch ausgestorben. Auch in Skandinavien durch Moorkultivierung rückläufig, am häufigsten noch am Nordrand der Nadelwaldzone in blänkenreichen Hochmooren, sumpfigen Heiden und an sumpfigen Seeufern mit offenen Schlammflächen. Der Bruchwasserläufer zieht schon ab Ende Juni über das mitteleuropäische Binnenland und überwintert in Lagunen und Sümpfen der Tropen und Subtropen. Der Zug erreicht Anfang August seinen Gipfel und klingt im September aus. Die Vögel rasten an schlammigen Seeufern, ziehen nachts weiter und meiden den Meeresstrand. Sie überqueren im Nonstopflug die Sahara. Auf dem Rückzug werden sie am ehesten im Mai beobachtet.

Fortpflanzung
Männchen und Weibchen markieren ihr Brutrevier durch einen Singflug, wobei die Vögel sich in der Luft hin und her werfen. Die Darbietung endet mit einem Sturzflug. Das Nest liegt meist sehr gut versteckt auf Blüten zwischen stehendem Wasser, die Vögel brüten ausnahmsweise auch in verlassenen Vogelnestern im Gebüsch. Beide Eltern brüten, aber manchmal zieht sich das Weibchen gegen Ende der Brutzeit zurück, und früher oder später überlassen auch die restlichen Weibchen das Führen ihrer Jungen den Männchen.

Nahrung
Insekten, Würmer, Schnecken. Bruchwasserläufer suchen ihre Nahrung watend im Wasser oder laufend am Ufer, selten auch schwimmend auf der Wasseroberfläche.

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